Deszendent und IC (Imum Coeli)
Dies ist ein Aspekt verborgener, irritierender Spannung zwischen dem Bedürfnis nach tiefen Partnerschaftsbeziehungen und der Verbundenheit mit den familiären Wurzeln oder dem Privatleben. Er schafft eine Situation, in der die Anforderungen des Partners und die Verpflichtungen gegenüber der Familie oder das innere psychologische Fundament ständig in einen kleinen, aber erschöpfenden Konflikt geraten.
✨ Stärken
- ✓Fähigkeit zur detaillierten Aufarbeitung familiärer Traumata durch die Interaktion mit dem Partner
- ✓Hohe psychische Belastbarkeit bei der Lösung komplexer Alltags- und Partnerschaftskonflikte
- ✓Fähigkeit, einzigartige, unkonventionelle Formen des Zusammenlebens zu schaffen
- ✓Tiefes Verständnis dafür, wie Ahnenprogramme die Wahl des Lebenspartners beeinflussen
- ✓Ansporn zur ständigen Verbesserung der emotionalen Intelligenz, um Spannungen zu glätten
⚠️ Risikozonen
- ✗Chronisches Gefühl der Unzufriedenheit mit dem Gleichgewicht zwischen Heim und Beziehung
- ✗Neigung, Kindheitskränkungen auf den Ehepartner oder Partner zu projizieren
- ✗Innerer Zwiespalt zwischen der Loyalität zur Herkunftsfamilie und der Treue zum Partner
- ✗Schwierigkeiten, ein Gefühl vollständiger Sicherheit und Ruhe im gemeinsamen Heim zu schaffen
- ✗Verborgene Aggression, die aus der Unfähigkeit resultiert, persönlichen Raum und Intimität vollständig zu vereinen
Psychologische Dynamik des Aspekts
Das Sesquiquadrat (135°) ist ein Nebenaspekt, jedoch ein spannungsvoller, der wie ein ständiger Reiz wirkt. Wenn er den Deszendenten (DSC), den Punkt der Partnerschaft und der offenen Beziehungen, mit dem Imum Coeli (IC), dem Punkt der Wurzeln, des Heims und des unterbewussten Fundaments, verbindet, entsteht eine spezifische innere Dissonanz.
Konflikt der Sphären
Eine Person mit diesem Aspekt spürt oft, dass ihr Streben nach Harmonie in der Partnerschaft (DSC) auf unsichtbare, aber spürbare Hindernisse stößt, die aus ihrer Vergangenheit, familiären Mustern oder dem Bedürfnis nach absoluter Abgeschiedenheit (IC) resultieren. Dies ist kein offener Krieg, wie es bei einem Quadrat der Fall wäre, sondern eher ein chronisches Gefühl, dass der Partner nicht in die häusliche Geborgenheit „passt“ oder dass Familientraditionen die persönliche Freiheit in der Beziehung ersticken.
Ereignismäßige Ausprägung
Auf der Ereignisebene kann sich dies wie folgt äußern:
- Schwierigkeiten bei der Integration des Partners in die Familie oder beim Zusammenziehen mit dem Partner.
- Die Neigung, Partner zu wählen, die unterbewusst an ungelöste Konflikte mit den Eltern erinnern.
- Periodische Ausbrüche von Irritation, wenn Alltagsfragen oder familiäre Pflichten beginnen, die romantische Interaktion zu stören.
Einfluss auf die Persönlichkeit
Die Persönlichkeit kann einen Schutzmechanismus in Form von übermäßiger Verschlossenheit entwickeln. Die Person mag im „sozialen“ Raum ein wunderbarer Partner sein, wird jedoch kühl oder gereizt, sobald die Beziehung in die Ebene des gemeinsamen Alltags und der tiefen emotionalen Intimität übergeht.
Wie man mit diesem Aspekt arbeitet?
Wege der Aufarbeitung und Harmonisierung
Um den negativen Einfluss des Sesquiquadrats zwischen DSC und IC zu neutralisieren, muss die Energie der Irritation in die Energie des bewussten Aufbaus umgewandelt werden.
Kompensationsstrategien:
- Grenzen setzen: Ein entscheidender Schritt ist die Schaffung einer „Pufferzone“. Es ist notwendig, dem Partner einen Raum (sowohl physisch als auch psychisch) zuzuweisen, der nur ihm gehört, damit das Bedürfnis des IC nach Einsamkeit nicht mit dem Bedürfnis des DSC nach Nähe kollidiert.
- Arbeit mit Ahnenmustern: Eine tiefgehende psychologische Analyse (oder Therapie) wird empfohlen, um die Muster zu identifizieren, die Sie aus der Herkunftsfamilie in Ihre aktuellen Beziehungen übertragen. Die Erkenntnis, dass der Partner kein Elternteil ist, löst einen Großteil der Spannung.
- Ritualisierung des Alltags: Anstatt gegen Familientraditionen zu kämpfen, versuchen Sie, neue, gemeinsame Rituale mit Ihrem Partner zu schaffen, die Ihre Wurzeln und Ihre gemeinsamen Ziele vereinen.
- Praxis der bewussten Akzeptanz: Erkennen Sie an, dass eine leichte Spannung zwischen dem „Ich in der Familie“ und dem „Ich in der Partnerschaft“ Teil Ihrer Struktur ist. Hören Sie auf, nach einer idealen Verschmelzung zu suchen; streben Sie stattdessen nach einem dynamischen Gleichgewicht, in dem jedes Element das Recht auf seine eigene Unvollkommenheit hat.
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